Geldprobleme in Brasilien

Geldprobleme in Brasilien

Ich habe immer gedacht, wenn man ins Ausland fährt, braucht man erst einmal eine Bankomatkarte und den Rest kann man sich kaufen. Funktioniert ja auch so gut wie überall, aber nicht in Brasilien.
Es gibt ein sehr starkes Gefälle an Service von Süd nach Nord. Das heißt, im Süden dürfte das Bankwesen funktionieren, im Norden dagegen schaut die Sache anders aus.
Es gibt zwar überall Bankfilialen und auch Bankautomaten, nur funktionieren sie nicht immer. Entweder sie haben kein Geld geladen oder sie akzeptieren ausländische Bankkarten nicht.
Auf meiner ersten Reise ins Amazonasgebiet dachte ich noch, das könnte sein, weil ich mit einer limitierten Visakarte unterwegs war, also nahm ich auf der folgenden Reise eine Visa Gold mit. Das Ergebnis: die Bankomaten akzeptierten auch die Visa Gold nicht. Auf jeder Reise habe ich nicht nur Visa mit, sondern auch Maestro und eine Bankomatkarte. Nur, das nützte mir nichts.
Meine 1. Station vor 2 Jahren war Leticia, Kolumbien, ein vergleichsweiser kleiner Ort. Hier funktionierten alle meine Karten. Kaum war ich über der Grenze in Brasilien, was ja bei uns als sehr fortschrittliches Land gilt, begannen die Probleme.

 Verzweifelt in Tefé

Mit dem Schiff fuhren wir von Tabatinga nach Tefé. Wir hatten nur wenig Bargeld mit, da wir in Tabatinga selbst nicht Geld getauscht hatten. Das Schiff sollte uns direkt nach Tefé bringen und wir sollten um 16h nachmittags dort ankommen.
Faktum war, dass wir um 4h früh mitten am Amazonas in ein kleines Boot springen mussten, samt Gepäck natürlich, das uns dann nach Alvaraes brachte. Um diese Herrgottsfrüh gibt es natürlich keinen Bus, kein Taxi, kein offenes Geschäft, keine Bank. Wir konnten uns nach einigen Stunden ein Privatauto organisieren, das uns ca. 1 Stunde weiter zu einem anderen Hafen brachte, von wo es tatsächlich ein Boot nach Tefé gab.
Was wir nicht wussten, war, dass dieser und der nächste Tag Feiertage waren und daher die Banken geschlossen waren. Die Geldautomaten waren alle leer. Wir wanderten von einer Bank zur anderen, alle Geldautomaten leer! Die Touristeninformation war an Feiertagen geschlossen und wir hatten nur kolumbianisches Geld und Euro mit uns. Es war nicht möglich, Geld zu wechseln.
Am 3. Tag endlich öffneten die Banken. Menschenschlangen begrüßten uns bereits 1 Stunde vor Öffnungszeit vor jeder Bank. Als nun endlich geöffnet wurde, hieß es, das Geld wird erst aus Manaus geschickt und es dauerte 2 weitere Stunden, bis die Automaten endlich funktionierten. Als wir an der Reihe waren, ein Schock: keine der Bankomatkarten funktionierte auf keinem einzigen Automat! Wir wechselten die Banken, stellten uns wieder an.. mit dem gleichen Ergebnis. Wir fragten eine Bankangestellte in der Banco do Brasil um Hilfe, die mit uns von einem Automat zum anderen ging und alle Karten ausprobierte- kein Geld. Schließlich schickte sie uns zu einem Schalter, vor dem bereits Menschenmengen warteten und sagte, wir sollten mit dem Bankdirektor selbst reden. Aber der war nicht da. Wir wartetet und warteten- sein Platz blieb unbesetzt und der Angestellte daneben arbeitete verzweifelt und wusste nicht weiter. Schließlich meinte er, die nächste Bank wäre in Manaus, wir sollten uns dorthin wenden ( 2 Tage Schiffsreise, keine Straße).
Wir versuchten, in einigen Geschäften Geld zu tauschen, niemand akzeptierte ausländisches Geld.
Also blieb uns nichts übrig, als ein Schiff zu suchen, das uns nach Manaus brachte. Schließlich fanden wir einen Kapitän, der uns gestattete, erst in Manaus zu zahlen.

Enttäuschung in Manaus

Wir kamen um 5h früh in Manaus an. Mit dem Taxi fuhren wir zum nächsten Bankautomat, die laut Kapitän immer funktionierte. Die Pässe und das Gepäck ließen wir als Sicherheit zurück. Tja, der Bankomat konnte keine der Bankomatkarten lesen. Auch der in der nächsten Bank nicht. Also, zurück zum Schiff und der Kapitän akzeptierte dann unsere Euro -  zu seinem Wechselkurs natürlich.
Die nächsten Tage verbrachten wir damit, eine Bank oder einen Automaten zu suchen, der zumindest eine Bankomatkarte akzeptierte. Wir wurden herumgeschickt, probierten den "24- Stunden- Bankomat" im größten Shoppingcenter, klapperten Banken ab - vergebens. Schließlich landeten wir in einem 4 Sterne - Hotel, wo sie uns endlich unsere verbliebenen Euros wechselten. Dort bekamen wir auch den Tipp, es in einer bestimmten Filiale der HSBC - Bank zu versuchen - und endlich, eine der 4 Bankautomaten in dieser Bank spuckte Geld aus. Allerdings nur eine kleine Menge, also mussten wir jeden Tag diese kleine Summe abheben, um wieder zu Geld zu kommen.
Seitdem liebe ich HSBC - Bank, obwohl  am Flughafen in Fortaleza bei einem Automaten meine Visakarte heimlich fotografiert wurde und der Gauner mit meiner Visakarte insgesamt 4000 € abhob, bis meine Bank Verdacht schöpfte und die Visakarte sperren ließ.

Was allerdings funktionierte: in manchen Restaurants und Geschäften konnte ich direkt mit der Visakarte zahlen, sogar einmal ein Busticket am Busbahnhof. Aber Bargeld bekam ich keines.

Geldproblem in Presidente Figuereido

Gleich, als wir in Presidente Figuereido ankamen, gingen wir zum "24- Stunden-Bankomat", der angeblich immer funktioniert -  aber nicht mit unseren Kredit- und Bankomatkarten.
Unser Vermieter sagte, wir sollten zur Banco do Brasil gehen, er kenne den Bankdirektor persönlich, der werde uns helfen. Also, auf zur Bank. In dieser Bank akzeptierte 1 der 4 Bankautomaten die Maestro- Karte!!! Endlich Geld.

Bankomaten funktionieren nicht - kein Einzelfall

Auf der nächsten Reise mieteten wir eine Wohnung auf einer Insel, Algodoal, wo es zwar jede Menge Touristen, aber gar keine Bank gab.
In Sao Caetano fanden wir 2 Banken, die aber unsere Karten nicht akzeptierten. Wir mussten immer in die nächste Stadt fahren, immerhin 2 Stunden Fahrt mit einem klapprigen Bus, um uns auf die Suche nach einem "netten" Bankomat zu machen. Auch hier funktionierte nicht jeder Automat. An einem Tag gar keiner, an einem anderen akzeptierte jeder Automat nur einen kleinen Betrag, aber jeder Automat einen anderen. Das muss man auch wissen! 

Erfahrungen in anderen Ländern Südamerikas

In Peru, Ecuador, Bolivien und Kolumbien funktionierten alle Bankomat - und Kreditkarten, auch in kleinen Ortschaften. Es kam zwar öfters vor, dass 1 Automat außer Betrieb war, aber irgendeiner in irgendeiner Bank funktionierte immer. Auch gibt es Banken, die keine ausländischen Karten akzeptieren. 


Hydrocultur in the jungle

In the middle of the amazon jungle, exactly in Sao Caetano, we wanted to buy salad. There was no market, not even a weekend market to buy from the farmers directly, so we went to the supermarket.





There they told us that salad is produced next to the village. We wanted to have a look how they produce grocery over here and went to the farmland. The door was locked, only peach-palms to see, and far away we could see a guardian who was coming to us. He allowed us to enter and showed us round. Then we saw the salad!


It was produced under huge plastic roofs, water was running through large gutters. The guardian showed us plants of different timetable, only roots in the water enriched with chemicals. No direct rain, no soil. The water which was already used was collected in big containers. They told us, when the containers are full, the toxic water will be emptied into the jungle.
Few men were planting and harvesting the whole area, new tunnels were under construction because hydrocultur is a big business. The owner belongs to an industrialist family and has been mayor at the village already two times. But he is said to be interested only in his own profit and not to work for the inhabitants to make their life better.

Animals in Sao Caetano

Sao Caetano is a village near Belem and known for crabs. Mangroves grow along the riverside, perfect for crabs. They should not be caught all year round to let them reproduce, but nobody cares.
Thousands of kilos of crabs are shipped daily to Belem and to other destinations.
The crabs are gathered in big nets where they cannot move any more. We saw one of the nets at the side of a road, full with dying or already dead crabs at a time where they should reproduce themselves. Who cares?

On the same road we watched a young couple driving very fast their motorbike with a closed paper box they threw into the bush. Without stopping they opened a bag a few meters later and threw a white cat over the next fence. We tried to catch the cat, but it ran away, crying badly.
Some days later we passed the road again and saw baby cats dying on the road, full of flies that already started eating them. Then we knew what was in the box!!

Sao Caetano itself was full of homeless dogs, very calm, waiting in the street for somebody who might feed them. Not aggressive, but very thin and all of them sick of a fur disease.
When we arrived a white dog, thin but healthy, was barking at the opposite side of the street. Our landlord told us that the owner of the dog just moved to another village and left the dog behind. Nobody cared for him, nobody gave him food. About a week later he was gone. We saw him later in the village, infected by that disease, only fur and bones, in front of a farmacy as if he knew that he needed help. But nobody took notice of him.

The property next to us belonged to a church. Around the church there was a "garden" or better to say grass and a small hut, where a big aggressive dog was locked all day long. We do not know if somebody fed him regularly, but he was barking all day and night. We were talking to the churchman and his family, they told us that the dog is well kept and someone always takes him for a walk and cares for him. Well, we were the neighbors for one month and have not noticed that.
By some reason they stopped their service and also the dog "care". The dog was locked and barked for its life. We think he did not even get water in his small hut. We managed to let him out and he ran around like crazy. A few days later the whole property was full of his shit, but nobody came and cleaned the area. When we left the dog was still very aggressive to everyone who passed by, but he was still living.

Briefmarken kaufen in Brasilien

Briefmarken - selten wie Rohdiamanten?

Naiv wie ich bin, dachte ich, ich schreibe eine Ansichtskarte an die Lieben daheim. Die freuen sich sicher. 
In Kolumbien, Leticia, kaufte ich einige Ansichtskarten, verschiedene Motive, verschiedene Größen, ging auf die Post und gab die Ansichtskarten dann auf -  wie daheim in Europa. Aber dann fuhr ich nach Brasilien.
In Manaus hatte ich Probleme, überhaupt Ansichtskarten zu finden, schließlich gab es eine kleine Auswahl gleich neben der berühmten Oper.
Auf der Post sollte ich die Briefmarken dafür bekommen. Tja, aber dort sagte man uns, diese gäbe es nur in einem gesonderten Raum an der Hinterseite der Post zu kaufen. Dort angekommen, standen wir vor verschlossener Tür, denn das Büro hatte eigene Öffnungszeiten. Am nächsten Tag probierten wir es nochmals, wurden von einem Sicherheitsbeamten kontrolliert, dass wir schon dachten, wir hätten uns in der Tür geirrt. Als wir sagten, wir wollten einfach nur Briefmarken kaufen, wies uns die Beamtin Plätze zu, wo wir warten mussten. Schließlich legte sie uns mit geheimnisvollem Gesicht einige Briefmarkensätze vor. Wir konnten endlich wählen, denn "normale" Briefmarken hatte sie nicht. Tja, und einen Briefkasten fanden wir tatsächlich vor der Post.

Briefmarken - unverkäuflich

Man lernt dazu. Also besorgte ich mir schon in Europa Ansichtskarten, die ich dann von Brasilien wegschicken wollte.
In Sao Caetano,  3 Autostunden von Belem entfernt, ging ich mit meinen Ansichtskarten auf die Post. Dort musste ich alles angeben, außer meiner Schuhnummer, bis der Beamte endlich Briefmarken eigenhändig auf die Ansichtskarten klebte. Ich wollte mir den Prozess nicht nochmals antun und daher gleich 10 Briefmarken kaufen, um sie auf die Ansichtskarten zu kleben. Der Beamte gab mir zu verstehen, dass er keine Briefmarken verkaufe. Und ich dürfe sie auch nicht vor ihm auf eine leere Ansichtskarte kleben. Ich kann nur die fertig beschriftete Ansichtskarte nach einem neuen Prozess bei ihm abgeben und den Wert der Marken bezahlen. Wir wollten mit ihm diskutieren, aber er winkte einen anderen Beamten herbei, der uns sehr langsam auf Portugiesisch für Begriffstützige nochmals erklärte, dass man keine Briefmarken einfach kaufen kann.

Atravessar as fronteiras - P



Quando você viaja de avião, você faz um controle de imigração e emigração. Isso é óbvio. Para entrar no Brasil o controle leva muito tempo, tem que  pegar sua bagagem, esperar, esperar na fila, e o processo não ficou mais rápido depois da Copa do Mundo. No avião você já recebe um formulário de entrada, que você tem que preparar, mas de qualquer forma demora muito tempo.

Foz do Iguaçú -  a fronteira entre Brasil e Argentina

Uma coisa boa, rápida, um pouco rápida demais, porque o ônibus não espera os passageiros. Todas as pessoas tem que sair na fronteira, fazer o controle de emigração, tem que ir a pé até a orgão da Argentina para fazer o controle de imigração. O ônibus somente espera alguns minutos, não espera mais, então melhor não perder tempo, faça tudo rapidamente. O próximo ônibus dessa empresa passa em uma hora. Há algumas empresas, mas cada empresa aceita somente o bilhete que você já comprou dela ou você tem que comprar um novo, caso mude de empresa. Ou você pode esperar, claro.






Fronteira entre Paraguai e Bolívia

Todas as pessoas tem que sair do ônibus rapidamente, nada pode estar no ônibus. Tivemos que esperar numa fila, a bagagem à nossa frente. Os oficiais liberaram um cachorro viciado que cheirou nossas bagagens. Depois um oficial examinou cada um e sua bagagem. Muito militarmente!














No barco no Rio Amazonas

Entramos no barco no lado do Brasil e saímos do barco no Brasil também, não atravessamos uma fronteira, mas tivemos alguns controles de fronteira, primeiro para entrar no barco. A bagagem e as pessoas estavam sendo examinadas muito cuidadosamente,  antes de buscar um lugar para sua rede no barco. Realmente toda a bagagem estava separada.



No meio do rio, à três da manhã, houve um novo controle. Todos tivemos que sair de suas redes, oficiais encarceiraram as pessoas, querendo ver as coisas pessoais. Perguntei, se havíamos passado por uma fronteira, mas não, foi somente um controle de rotina. Como pessoas ilegais ou com coisas ilegais poderiam sair dessa situação, nem posso imaginar.




Do Peru ao Equador

Atravessar esta fronteira foi agradavél. Tivemos que sair na fronteira e o ônibus continou  até o outro lado da ponte, onde estava esperando todos os passageiros. Alguns passageiros compravam comida e o condutor os pegou antes de continuar a viagem. Ele não deixou nenhum dos passageiros!

No lado equatoriano cambistas estavam esperando na rua, haviam também lojas e restaurantes.